Schritt 1
Patientendaten
Das Körpergewicht steuert die Berechnung, das Alter die Zulässigkeit einzelner Wirkstoffe und die Therapiedauer.
Schritt 2
Indikation
Empfehlung
Wählen Sie eine Indikation und geben Sie das Körpergewicht ein.
Grundlagen
Berechnung und Anwendungshinweise
Wie die Dosierung berechnet wird
- Tagesdosis = Dosis pro Kilogramm × Körpergewicht, aufgeteilt auf die angegebene Zahl von Einzeldosen. Übersteigt die berechnete Menge die Maximaldosis pro Einzelgabe oder pro Tag, wird auf die Maximaldosis gedeckelt; dies wird im Ergebnis ausgewiesen.
- Die Rundung erfolgt auf praktikable Teilmengen. Massgebend für die tatsächliche Abgabe ist die Konzentration der verfügbaren Suspension; die abgerundete Milligrammzahl ist in Milliliter umzurechnen.
- Ab etwa 40 kg Körpergewicht entsprechen die gedeckelten Werte den Erwachsenendosierungen.
- Penicillin V wird in Internationalen Einheiten geführt: 1 mg entspricht 1600 IE, 1 Mio. IE entspricht 600 mg.
Altersgrenzen der aufgeführten Wirkstoffe
- Trimethoprim/Sulfamethoxazol: ab 6 Wochen, nicht bei Neugeborenen (Bilirubinverdrängung), nicht bei G6PD-Mangel.
- Nitrofurantoin: ab 3 Monaten, nicht bei febrilem Harnwegsinfekt oder Pyelonephritis (keine Gewebespiegel), nicht bei eGFR unter 45 ml/min.
- Doxycyclin: ab 8 Jahren; kurzzeitige Anwendung gilt heute auch darunter als vertretbar, bleibt aber Reserveindikation.
- Ciprofloxacin: Reservesubstanz, Anwendung nur nach Antibiogramm oder bei Pseudomonas-Verdacht.
- Clarithromycin und Azithromycin: ab 6 Monaten (Azithromycin bei Pertussis auch darunter).
Penicillinallergie einordnen
Über 90 Prozent der angegebenen Penicillinallergien halten einer Abklärung nicht stand. Die Unterscheidung bestimmt das Ausweichschema:
- Nicht IgE-vermittelt: makulopapulöses Exanthem nach mehreren Tagen, gastrointestinale Beschwerden, unklare Kindheitsanamnese. Cephalosporine der zweiten und dritten Generation sind hier verwendbar; die Kreuzreaktivität liegt unter einem Prozent.
- IgE-vermittelt oder schwer: Urtikaria oder Angioödem innert einer Stunde, Anaphylaxie, Bronchospasmus, sowie schwere verzögerte Reaktionen wie DRESS, Stevens-Johnson-Syndrom oder toxisch epidermale Nekrolyse. Alle Betalaktame meiden.
- Bei unklarer Anamnese lohnt sich die allergologische Abklärung ausserhalb der akuten Episode – sie erweitert die Therapieoptionen für das ganze weitere Leben.